Erste Schritte für Rückkehr des Bergbaus

Die SME AG aus Sachsen plant zunächst Probebohrungen bei Geyer und Elterlein. Ihr langfristiges Ziel ist der Abbau von Rohstoffen. Andernorts im Erzgebirge ist sie da schon weiter. Genau wie bei einer Pilotaufbereitungsanlage.

(Zeitungsartikel aus der "Freien Presse")

Geyer/Elterlein. Der Bergbau soll in die Region bei Geyer zurückkehren. Das ist das langfristige Ziel des Unternehmens Saxony Minerals & Exploration AG mit Sitz in Halsbrücke nahe Freiberg. "Bis dahin ist es aber ein weiter Weg", sagt Klaus Grund, Vorstand Bergbau und Technologie. Als erster Schritt soll eine Bohr-Erkundung an mehreren Stellen erfolgen. Vorgesehen ist, das Konzept dafür bis zum Jahresende zu entwickeln. "Unser Wunsch wäre, dass wir 2019 mit den Bohrungen beginnen können", so Grund.
Dafür muss das Unternehmen aber weitere Unterlagen zur Genehmigung im Sächsischen Oberbergamt einreichen. Ein Antrag der SME AG zur Aufsuchung von Rohstoffen zu gewerblichen Zwecken im knapp 35 Quadratkilometer großen Erlaubnisfeld Geyer ist indes bereits bewilligt worden. Das umfasse jedoch nur den Rechtstitel für das Erkundungsrecht, nicht aber die Zulassung bergbaulicher Tätigkeiten. Für Arbeiten wie Bohrungen oder Baggerschürfe sei ein Betriebsplan notwendig, informiert Martin Herrmann von der Behörde. Und den will die SME AG auch einreichen, sobald alle vorbereitenden Schritte abgeschlossen sind. "Wir müssen beispielsweise mit Grundstückseigentümern verhandeln, ob wir auf ihren Flächen bohren dürfen", erklärt Vorstand Klaus Grund.

Besonders von Interesse für das Unternehmen sind Bodenschätze wie Zinn, Indium und Gallium. Das gelte ebenso für Wolfram, fügt der Markscheider hinzu. Ehe wirklich einmal Rohstoffe abgebaut werden könnten, wäre jedoch ein komplexes Genehmigungsverfahren notwendig. Zunächst will die SME AG nach den Bohrungen die Kerne analysieren lassen und auf Basis dieser und weiterer Daten ein Lagerstättenmodell entwickeln.

Ganz ähnliche Pläne hat das Unternehmen auch in einem Gebiet bei Elterlein. Dafür ist ebenfalls ein Antrag zur Aufsuchung von Rohstoffen im Sächsischen Oberbergamt in Freiberg eingereicht worden. Wie Abteilungsleiter Martin Herrmann mitteilt, befindet sich dieser noch im Genehmigungsverfahren. Es geht um ein 35,5 Quadratkilometer großes Areal, in dem zunächst ebenfalls Probebohrungen erfolgen sollen. "Allerdings hat Geyer für uns Priorität", erklärt Vorstand Klaus Grund von der SME AG.

Wie sich solch ein Vorhaben weiterentwickeln kann, ist bereits bei Pöhla zu sehen. Dort gibt es ein fortgeschrittenes Bergbau-Projekt des Unternehmens, es wird ein Erkundungsschacht betrieben. Demnächst soll eine Pilotaufbereitungsanlage für das gewonnene Wolframerz in Mittweida in Betrieb gehen. Parallel dazu laufe das Planfeststellungsverfahren - ein weiterer Schritt in dem komplexen Prozedere, ehe wirklich Bergbau betrieben werden kann. Generell sei der Neuaufschluss einer Lagerstätte mit hohen Investitionen verbunden. Daher müsse man einer wirtschaftlich funktionierenden Erzaufbereitung größte Aufmerksamkeit widmen, informiert das Unternehmen auf seiner Internetseite.

Nach Angaben von Vorstand Klaus Grund ist die SME AG nur in Sachsen tätig. Sie wurde mit dem Ziel gegründet, hier Rohstoffe zu gewinnen. "Man darf nicht nur über Bergbau-Traditionen reden", sagt er. Man müsse auch zulassen, dass dieser selbst wiederbelebt wird und neue Traditionen entstehen. Ein weiteres Argument dafür sieht er darin, dass der Abbau von Bodenschätzen in Deutschland nach hohen Standards erfolgt - ganz anders als etwa in Ländern wie Indien. Und die Nachfrage nach Rohstoffen ist hoch.

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Weblink: https://www.freiepresse.de/erzgebirge/annaberg/erste-schritte-fuer-rueckkehr-des-bergbaus-artikel10314497

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Saxony Minerals & Exploration AG - SME AG ist ein neu gegründetes Privatunternehmen, welches die Bergbewilligung zur Gewinnung der bergfreien Bodenschätze Wolfram, Zinn, Indium und anderen Metallen erhalten hat.

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