„Alles kommt vom Bergwerk her“

In Pöhla bei Schwarzenberg erfolgte der Auftakt für ein neues "Berggeschrey"

Sachsen ist ein Bergbauland. Erst Anfang Dezember begannen im erzgebirgischen Pöhla nahe Schwarzenberg die Arbeiten zur Aufstellung eines Abteufturms der Saxony Minerals And Exploration AG (SME AG).

Unter großem Medienaufgebot rückten die Bagger zur Baufeldfreimachung an. Der Förderturm, der dann ab dem Frühjahr errichtet wird, soll die Hebeanlagen des neuen zu errichtenden senkrechten Erkundungsschachtes der Zinn- und Wolframmine beherbergen. In einem Gebiet von rund 408 Hektar (= Bewilligungsfeld) südlich Pöhla will das Unternehmen drei Erzlager erschließen und ab 2019 die Bodenschätze abbauen.Sachsen ist ein Bergbauland. Erst Anfang Dezember begannen im erzgebirgischen Pöhla nahe Schwarzenberg die Arbeiten zur Aufstellung eines Abteufturms der Saxony Minerals And Exploration AG (SME AG).  Unter großem Medienaufgebot rückten die Bagger zur Baufeldfreimachung an. Der Förderturm, der dann ab dem Frühjahr errichtet wird, soll die Hebeanlagen des neuen zu errichtenden senkrechten Erkundungsschachtes der Zinn- und Wolframmine beherbergen. In einem Gebiet von rund 408 Hektar (= Bewilligungsfeld) südlich Pöhla will das Unternehmen drei Erzlager erschließen und ab 2019 die Bodenschätze abbauen. 

 

Die Nachricht ging bundesweit durch die Medien, ist es doch das erste neue Erzbergwerk in Deutschland seit immerhin 42 Jahren. Die steigenden Weltmarktpreise sind aktuell der Hauptgrund, weshalb auch das Erzgebirge wieder in den Fokus der Industrie rückt. Der Bergbau auf dem Gebiet des Freistaates Sachsen prägt seit nahezu 850 Jahren nicht nur das Land, sondern auch die Menschen. Von Bedeutung waren insbesondere die einzelnen Perioden intensiven Bergbaus, im Volksmund auch „Berggeschrey“ genannt. 

 

Die Säulen des sogenannten Gewinnungsbergbaus in Sachsen sind heute die aktuell vier Braunkohlentagebaue und nahezu 300 Abbaubetriebe im Bereich Steine und Erden. Die Erschließung von Erdwärme als Bodenschatz gewinnt ebenfalls zunehmend an Bedeutung, da durch die ehrgeizigen Pläne der Bundesregierung in Hinblick auf die gesteckten Klimaschutzziele Geothermie als „saubere Energiequelle“ gilt. 

 

Interessant wird der aktuell wieder aufkommende (Erz-)Bergbau aber durch die beständig steigende weltweite hohe Nachfrage nach Industriemetallen. Da diese nicht nur in den traditionellen Industrienationen besteht, sondern verstärkt auch aus den Schwellenländern kommt, führt dies zu einem kontinuierlich hohen Preisniveau und der teilweisen Verknappung von mineralischen Rohstoffen. Die Verknappung korrespondiert bei einigen Rohstoffen mit der Monopolstellung bei der Gewinnung durch einzelne Staaten. 

 

Die im Auftrag der Kreditanstalt für Wiederaufbau erstellte Untersuchung »Kritische Rohstoffe für Deutschland« kam zu dem Ergebnis, dass die Versorgungslage bei 13 Rohstoffen als besonders kritisch einzuschätzen ist, da bei Auftreten eines Versorgungsengpasses die Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft schwerwiegender sind als bei anderen Rohstoffen. Neben der Konzentration der Gewinnung auf einige wenige Erzeugerländer wie China (Antimon, Flussspat, Germanium, Graphit, Indium, Magnesium, seltene Erden, Wolfram), Südafrika (Metalle der Platingruppe), Demokratische Republik Kongo (Kobalt) und Brasilien (Niob und Tantal) kommt noch hinzu, dass ein Ersatz nicht oder nur kaum möglich und eine Rückgewinnung als Sekundärrohstoffe derzeit wirtschaftlich nur schwer darstellbar ist. 

 

Die Sicherung der Wirtschaft mit mineralischen Rohstoffen aus dem Bergbau ist deshalb inzwischen Kernbestandteil der strategischen Rohstoffwirtschaft auf den unterschiedlichsten politischen Ebenen, und so stellt sich auch Sachsen mit einer eigenen Rohstoffstrategie der Aufgabe der Stärkung des Bergbaus. Bereits im Herbst 2006 erteilte das Sächsische Wirtschaftsministerium (SMWA) dem Geokompetenzzentrum Freiberg den Auftrag, für die wichtigsten sächsischen Erz- und Spatvorkommen eine Neubewertung unter aktuellen Gesichtspunkten vorzunehmen. Anhand der vorhandenen Daten, z. B. zu Vorräten, Teufenlagen, Mineralisationen erfolgte u. a. eine neue Einstufung der Vorräte hinsichtlich ihrer Quantität (klein, mittel oder groß im Weltmaßstab) sowie ihrer Qualität (geologischer Kenntnisstand, Realisierbarkeit, Bauwürdigkeit) gemäß UN-Vorratsklassifikation und eine Einschätzung zur Aufbereitbarkeit der Rohstoffe. 

 

Ebenso fand ein Abgleich mit den in den letzten Jahren in mehreren internationalen Studien ermittelten »kritischen« Rohstoffen und den in Sachsen bekannten Lagerstätten statt. Dieser ergab, dass der Freistaat nennenswerte Vorräte von diesen »kritischen« Rohstoffen besitzt. Dazu gehören Indium, Seltene Erden, Wolfram, Zinn, Flussspat, Lithium, Molybdän und Silber. Sachsen ist ein rohstoffreiches Land. Festgesteine, Sande und Kiese, verschiedenste keramische Rohstoffe und Braunkohle sind im Freistaat zu finden. All diese Rohstoffe kommen in vergleichsweise großen Mengen vor und werden in etwa 340 Lagerstätten abgebaut. Vorräte von Erzen und Spaten sind im bundesweiten Vergleich ebenfalls in relativ großen Mengen in Sachsen vorhanden. 

 

Auf der Basis dieser Neubewertung, aber auch der eigenen sächsischen Rohstoffstrategie und mit kräftigem Rückenwind aus dem zuständigen Wirtschaftsministerium, kann der sächsische Bergbau mit mehreren Projekten zu Erkundungen sowie der Vorbereitung der Gewinnung von Erz- und Spatvorkommen hoffnungsfroh in die Zukunft blicken. Mehrere Unternehmen haben ihre Aktivitäten zur Erkundung sächsischer Erz- und Spatvorkommen begonnen oder verstetigt, wie eben gerade die SME-AG in Pöhla oder das erste »neue« sächsische Spatbergwerk, die Flussspatgrube Niederschlag, die mittlerweile in die Betriebsphase getreten ist.

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Quelle: http://www.pt-magazin.de/de/specials/industrie/%E2%80%9Ealles-kommt-vom-bergwerk-her%E2%80%9C_iwypdkef.html

Über die SME AG


Saxony Minerals & Exploration AG - SME AG ist ein neu gegründetes Privatunternehmen, welches die Bergbewilligung zur Gewinnung der bergfreien Bodenschätze Wolfram, Zinn, Indium und anderen Metallen erhalten hat.

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